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Anfrage: Alemannia Zähringen

Alemannia Zähringen
h i e r :
Anfrage nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sowohl aus der Badischen Zeitung vom vergangenen Samstag und Dienstag als auch aus Gesprächen während des Zähringer Hocks am vergangenen Wochenende entnehmen wir, dass wieder einmal über das Vereinsgelände der Alemannia Zähringen diskutiert wird. Auch wenn wir die Gründe für die Diskussion im Detail nicht kennen, scheinen für den Verein finanzielle Gründe Anlass für Überlegungen zur Veränderung des Sportgeländes zu sein.

Das Sportgelände der Alemannia Zähringen ist das einzige großflächige Vereinssportgelände im Freiburger Norden. Es hat deshalb insbesondere für die Stadtteile Zähringen, Herden und Brühl-Beurbarung einen hohen Freizeitwert. Angesichts der regen Bautätigkeiten im Freiburger Norden (Güterbahnhofareal; geplant bzw. in Entwicklung: Höhe und Längenloh mit Real-Kauf) gewinnt diese Sportfläche weiter an Bedeutung für die genannten Stadtteile. Der CDU-Fraktion ist es deshalb wichtig, dass die „Nordstadt“ weiterhin und dauerhaft über eine ausreichende und zusammenhängende Sportfläche verfügt. Sollten finanzielle Gründe Anlass für Überlegungen zur Veränderung und/oder Reduzierung der Sportfläche sein, dann erwarten wir, dass zunächst sonstige Möglichkeiten zur Unterstützung mit dem Vorstand der Alemannia Zähringen besprochen werden.

Wir bitten deshalb um schriftliche Beantwortung folgender Fragen:

1. Liegen der Verwaltung konkrete Pläne oder Überlegungen vor, Teile des Sportgeländes der Alemannia Zähringen anderweitig als für sportliche Aktivitäten zu nutzen?

2. Welche Möglichkeiten gibt es aus Sicht der Verwaltung, dem Verein dabei zu helfen, dass er nicht aus finanziellen Gründen Teile seines Sportgeländes aufgeben muss?

Mit freundlichen Grüßen

Wendelin Graf von Kageneck, Vorsitzender

Martin Kotterer, Patenstadtrat Zähringen

Antwort der Stadtverwaltung vom 04. Oktober 2017:

Einzelanfrage nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen – Alemannia Zähringen

Sehr geehrter Herr Stadtrat Graf von Kageneck,

auf Ihr Schreiben vom 14.09.2017 kann ich bestätigen, dass dem Bürgermeisteramt eine Konzeptstudie der TSV Alemannia Freiburg-Zähringen e. V. zur Konzentration des Sportbetriebes auf der nördlichen Sportanlage vorliegt. Insofern hat die Bericht­erstattung in der Badischen Zeitung vom 09.09.2017 und 12.09.2017 seine Richtig­keit. Dieses Konzept ist aktuell in der verwaltungsinternen Prüfung.

Triebfeder der konzeptionellen Überlegungen des TSV Alemannia Freiburg­Zähringen e.V. ist im Wesentlichen der massive Sanierungsbedarf am Vereinsheim sowie der angrenzenden Sanitär- und Umkleidebereiche. Hinzu kommen seit Jahren bestehende Probleme bei der Verpachtung der Vereinsgastronomie.

Dem Bürgermeisteramt ist natürlich bewusst, dass es sich bei dem Vereinsgelände des TSV Alemannia Freiburg-Zähringen e.V. um eine für die Versorgungslage im Freiburger Norden elementare Sportinfrastruktur handelt. Die Stadt hat deshalb dem Verein bereits in den zurückliegenden Jahren eine über die Regelförderung hinaus­gehende Unterstützung gewährt. Ich darf in diesem Zuge auf die Sonderförderung beim Bau des Kunstrasenplatzes verweisen. Eine erneute Sonderbehandlung (Frage 2) lässt sich aus meiner Sicht aber nur dann begründen, wenn sich aus der Sied­lungsentwicklung im Freiburger Norden (Güterbahngelände, Auf der Höhe, Real­Gelände etc.) ein zusätzlicher Bedarf an Sportflächen bzw. -angeboten ableiten lässt. Insofern sind die Ergebnisse dieser Planungsprozesse abzuwarten.

Wie Sie aus den vorstehenden Ausführungen erkennen können, besteht zu den vor­liegenden konzeptionellen Überlegungen des Vereines sowohl in Bezug auf die faktische Umsetzbarkeit, der Akzeptanz im Stadtteil, aber auch in der sportpolitischen Bewertung noch ein erheblicher Klärungsbedarf.

Die übrigen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen, Fraktionsgemeinschaften sowie Gruppierung erhalten Nachricht von diesem Schreiben.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Neideck Erster Bürgermeister