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Amtsblatt Nr. 713: Eine Zukunft für das Lycée Turenne / Ein echter Kulturpreis

Eine Zukunft für das Lycée Turenne

Jährlich hohe Instandhaltungskosten ohne Möglichkeit zur Nutzung der Räume. Das ist seit Jahren die Bilanz der Räume im Westflügel und der Turn- und Festhalle im Lycée Turenne. Kürzlich wurden die Fraktionen vom Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee zur Besichtigung eingeladen. „Wir bedanken uns sehr für diese Möglichkeit. So konnten wir uns endlich einmal selbst einen Eindruck von diesen sensationellen Räumlichkeiten machen“, so Wendelin Graf von Kageneck, der Fraktionsvorsitzende. Gemeinsam mit anderen Fraktionen wurden er und der CDU-Patenstadtrat Klaus Schüle in ihrer Überzeugung bestätigt, dass dieser hochwertige denkmalgeschützte Gebäudeteil saniert und wieder nutzbar gemacht werden sollte. Zur weiteren Beratung und Beschlussfassung im Gemeinderat braucht es nun ein Nutzungskonzept, auf dessen Grundlage dann eine Machbarkeitsstudie zur Ermittlung der Sanierungskosten erfolgen soll. „Durch die Sanierung können sich auch Einsparmöglichkeiten an anderer Stelle ergeben“ zeigt sich Klaus Schüle überzeugt. Denn die Kosten für die Sanierung liegen im zweistelligen Millionenbereich. Interfraktionell hat die CDU-Fraktion daher dieses zweistufige Vorgehen beantragt. Es eröffnet die Möglichkeit, den notwendigen Bedarf beispielsweise an Schulräumen in dem hochwertigen Denkmal unterzubringen und zugleich mit aktuellen Förderungen von Bund und Land eine weitere Verschlechterung dieses 12er-Denkmals abzuwenden. „Wenn die Zahlen und Fakten auf dem Tisch liegen, dann haben wir Gewissheit und eine solide Entscheidungsbasis für die Zukunft des Lycée Turenne“, erklärt der Vorsitzende.

Ein echter Kulturpreis

Künstlerinnen und Künstler, die mit der Stadt Freiburg verbunden sind, können seit 1960 den Reinhold-Schneider-Preis verliehen bekommen. Alle zwei Jahre findet eine Preisvergabe statt. Bislang jedoch ist dieser Kulturpreis mehr ein reiner Kunstpreis: Bewertet wurden nur – im Turnus – die Sparten Musik, Literatur und Bildende Kunst.
Dem breiten Wunsch nach einer Erweiterung der Sparten und einer Öffnung für spartenübergreifende Kunst- und Kulturformen haben die Fraktionen nun Rechnung getragen und einen Vorschlag eingebracht, der viele Kunstformen mitaufgreift, jedoch die inhaltliche Wertigkeit  nicht durch eine komplette Aufgabe der Sparten verwässert. Künftig sollen auch die Sparten „Darstellende Kunst (Theater, Tanz, Performance)“ und „Fotografie, Film und Neue Medien“ aufgenommen werden. Ab dem Jahr 2020 werden also viele weitere Kulturformen die Möglichkeit erhalten, geehrt zu werden. „Das ist eine tolle Entwicklung“, findet Carolin Jenkner, die kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Sie hatte sich auch dafür eingesetzt, den zweijährigen Turnus beizubehalten, den Preis zukünftig aber bei Verdopplung des Budgets parallel in zwei Sparten zu vergeben. Dieser Vorschlag wird von einer großen gemeinderätlichen Mehrheit unterstützt. „Zwei Sparten gleichzeitig zu vergeben, hat den Charme, dass immer wieder neue Kombinationen entstehen und so auch weitere künstlerische Mischformen mitbedacht werden können“, freut sich Jenkner. „Unsere breite und reiche Kulturlandschaft wird so umfänglicher abgebildet.“