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Anfrage: Gehörlose Menschen – Notruf in Aufzügen und Querung Bismarckallee

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Anfrage nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

vor wenigen Tagen haben wir mit gehörlosen Bürgerinnen und Bürgern ein langes Gespräch über deren Lebenssituation in Freiburg geführt. Wir mussten wieder einmal erfahren, dass diese Personengruppe bei den Diskussionen und Bemühungen um Barrierefreiheit meist vergessen wird.

Unsere Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer haben uns auf zwei für sie besonders problematische Situationen hingewiesen, die wir nun mit der Bitte um Beantwortung an Sie weitergeben:

1.Gehörlose Menschen können in Aufzügen sprachbasierte Notrufanlagen nicht verwenden; in Aufzugschächten können Mobiltelefone meist mangels Netzverbindung nicht genutzt werden. Wir bitten deshalb um Mitteilung, wie gehörlose Menschen in städtischen Gebäuden in Notfallsituationen Hilfe rufen können (z.B. Aufzüge im Rathaus im Stühlinger) und ob und ggf. bis wann, soweit geeignete Technik noch nicht vorhanden ist, diese nachgerüstet wird.

2.Der Fußgängerüberweg in der Bismarckallee vor dem Freiburger Hauptbahnhof ist für gehörlose Menschen besonders gefahrenträchtig, da dort häufig Rettungsfahrzeuge fahren, deren Warnsignale von gehörlosen Menschen, die die Straße überqueren wollen, nicht gehört werden können. Wir bitten deshalb um Mitteilung, ob es geeignete technische Lösungen gibt, um gehörlosen Menschen vor heranfahrenden Rettungsfahrzeugen zu warnen und wann diese Lösungen am genannten Übergang installiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Carolin Jenkner                                                   Martin Kotterer

Vorsitzende                                                                sozialpolitischer Sprecher