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Interfrakt. Antrag: Einrichtung eines Drogenkonsumraums

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Horn,
die antragstellenden Fraktionen beauftragen die Verwaltung, das Thema “Einrichtung eines Drogenkonsumraums” auf die Tagesordnung des Gemeinderats zu setzen, wobei die Vorlage folgende Inhalte umfassen soll:

  • Bedarf und Potenziale eines Drogenkonsumraums in Freiburg
  • Räumliche Notwendigkeiten
  • Mögliche Standorte
  • Grobe Kostenabschätzung für Errichtung und Unterhalt
  • Konkrete Schritte zur Herbeiführung eines Grundsatzbeschlusses für die Einrichtung eines
    Drogenkonsumraums

    Begründung:
    Mit der Änderung der Landesverordnung bezüglich der Einrichtung von Drogenkonsumräumen in Städten mit weniger als 300.000 Einwohnerïnnen besteht nun erstmals für Freiburg die Möglichkeit, eine solche Einrichtung zu öffnen. Bislang ist das “K76” in Karlsruhe der Einzige Drogenkonsumraum in Baden-Württemberg. In Stuttgart und Mannheim sind solche derzeit in Planung. Die Erfahrungen aus Karlsruhe sind dabei überwiegend positiv: neben den gesundheitlichen Vorteilen für die Betroffenen ermöglicht die Einrichtung einen niederschwelligen Kontakt der Betroffenen zu entsprechenden Hilfsangeboten. Auch in Freiburg könnte ein Konsumraum eine sinnvolle Ergänzung zur bestehenden Unterstützungsinfrastruktur in der Suchthilfe sein. Auch im Rahmen der anstehenden Neugestaltung des Colombiparks kann eine Verlagerung des unmittelbaren Konsums in geschützte und sichere Räume einen erheblichen Mehrwert für die Betroffenen, für Parkbesucherïnnen und Anwohnerïnnen bedeuten. Um dies zu erreichen ist es sinnvoll, parallel zu den Umgestaltugsmaßnahmen mit der Erarbeitung eines Konzeptes zu beginnen.
    Der Förderverein Drogenhilfe Freiburg e.V. hat bereits im Jahr 2019 eine Projektskizze für den Aufbau eines Drogenkonsumraums vorgelegt und steht auch weiterhin als Projektpartner zur Verfügung. Als Träger des bestehenden Kontaktladens in der Rosastraße sowie der Safer-Use Initiative „Drobs-in-Space“ ist der Verein in der Szene gut vernetzt und bringt durch die Verbindung zur Trägerin des Konsumraums in Karlsruhe die notwendige Expertise mit.
    Die in SO-20/002 genannten Bedingungen für ein weiteres Vorgehen sind mit der abgeschlossenen Evaluation aus Karlsruhe sowie der Änderung der Landesverordnung erfüllt. Die antragstellenden Fraktionen sehen in der Einrichtung einen wesentlichen Schritt nach vorne für die Suchthilfe in Freiburg und fordern die Verwaltung daher auf, die nötigen Rahmenbedingungen jetzt zu schaffen, um.

Mit freundlichen Grüßen
Carolin Jenkner
CDU


Simon Sumbert
Ramon Kathrein
JUPI


Sascha Fiek
FDP&BfF


Wolf-Dieter Winkler
Freiburg Lebenswert