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Amtsblatt Nr. 688: Stollberger Zink

Kappler Altlast braucht neuen Anlauf

 

Nach dem Ausstieg der Treubau AG liegen die Wohnbau- und Altlastsanierungspläne in Kappel brach. Die bundesweite Ausschreibung für die Sanierung des 4,5 Hektar großen Gebiets brachte Ernüchterung. Mit Kosten, die mit mindestens 10 Millionen Euro weit über den bisher angedachten 6,5 Millionen liegen, lassen sich die Pläne für die Treubau nicht mehr wirtschaftlich darstellen.

„Die Stadtverwaltung muss prüfen, ob und wie die Kosten der Altlasten beseitigt und auf welchem Weg Landeszuschüsse für die Altlastenbeseitigung erreicht werden können“, so Wendelin Graf von Kageneck, der baupolitische Sprecher. „Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass die Altlasten beseitigt, zum anderen die dringend benötigten Wohnungen gebaut werden können.“

 

Zu hohe Kosten

Der Einstieg der Treubau AG vor mehr als 5 Jahren war bei weitem nicht das erste Mal, dass Pläne entwickelt wurden, dann aber scheiterten. „Aber so weit waren wir noch nie“, erklärt Martin Kotterer, Patenstadtrat von Kappel. Die Realisierung schien nach jahrzehntelangem Ringen zum Greifen nah. „Umso größer ist nun unsere Enttäuschung über die geplatzten Pläne.“ Bis in die 50er Jahre befand sich auf dem Areal eine Aufbereitungsanlage von Erzen aus der Schauinslandgrube. Als alleinige Geschäftsführerin der Projektgesellschaft Kappel mbH kaufte die Treubau AG das Gelände unter dem Vorbehalt, dass die Sanierung realisiert werden kann. Denn diese gibt es bei weitem nicht zum Nulltarif. Durch die Realisierung des Wohnungsbaus hätte sie wirtschaftlich möglich werden sollen. Viel Zeit, Geld und Arbeit sind in die bisherigen Entwicklungen geflossen, auch ein intensiver Bürgerdialog wurde geführt.

 

Große Chance für Kappel

Auf dem Gebiet war der Bau von 150 dringend benötigten Wohnungen geplant. Für Kappel wäre das eine wichtige Maßnahme zur Stärkung der Infrastruktur gewesen. Vor einer Bebauung des Areals muss aber die Altlast saniert werden.  Nun liegt also auch die Weiterentwicklung des Bebauungsplans der Neuhäuserstraße brach. „Es wäre eine perfekte Lösung gewesen: 150 neue Wohnungen plus die Sanierung des Areals. Eine große Chance für Kappel!“, findet Martin Kotterer und Bernhard Schätzle, der umweltpolitische Sprecher, ergänzt: „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass es keine einmalige Chance bleibt und unbedingt einen neuen Weg finden, die Altlast zu sanieren und so die Belastungen für Natur und  Grundwasser zu mindern.“ Die CDU-Fraktion ist immer noch von den großen Vorteilen einer Sanierung und Bebauung überzeugt. Ein altlastfreies und familiengerechtes Wohngebiet bei gleichzeitiger Sanierung des verseuchten Gebiets muss das Ziel bleiben.