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PM: Preiswerter Wohnraum für Dietenbach

Wendelin Graf von Kageneck (Vorsitzender): „Nur wenn es uns gelingt, in Summe preiswerten Wohnraum zu schaffen, hat Dietenbach eine Berechtigung. Der neue Stadtteil darf durch überbordende Ansprüche nicht zum Scheitern gebracht werden.“

 Alle anderen Ideen haben sich der Priorität des bezahlbaren Wohnraums unterzuordnen. Und der muss finanzierbar sein. Die nun mannigfaltig vorgebrachten Wünsche des Gemeinderats zu Klimaschutz, Verkehrskonzepten und sonstiger Infrastruktur sind viel zu früh gestellt. „Anscheinend haben viele aus dem Blick verloren, um was es eigentlich geht“, stellt der baupolitische Sprecher fest.

Die CDU-Fraktion hatte gemeinsam mit den Fraktionen von SPD, FW und FDP den Bau eines neuen Stadtteils im Gebiet Dietenbach vorgeschlagen. Vorrangiges Ziel damals: Bezahlbaren Wohnraum schaffen. Die Umwidmung der dortigen landwirtschaftlichen Flächen und drohende Eingriffe in Eigentumsrechte sind ohne diese Begründung für die CDU-Fraktion nicht zu rechtfertigen.

Klar ist für die Christdemokraten aber auch: Dietenbach muss ein Stadtteil für alle sein.

Er soll einen Bevölkerungsmix vorweisen, der die Mischung der Gesamtstadt abbildet. Geförderte Mietwohnungen sind dabei ein wichtiger Teil. Die neuen flexiblen Abschläge ersetzen dabei das Modell des so genannten „gebundenen Wohnraums“. Sie bilden die Lebenswelt besser ab.

Die CDU-Stadträtinnen und -Stadträte schlagen in einem Antrag vor, die Hälfte der Flächen als geförderten Miet- und Eigentumswohnraum zu realisieren. Denn der Erwerb von selbstgenutztem Eigentum sollte nicht nur den Bestverdienenden ermöglicht werden. Das Modell Binzengrün 34 hat sich bewährt, die hohe Nachfrage spricht für den Erfolg.

Viele Mittelstandsfamilien liegen – oft auch nur knapp – über den Einkommensgrenzen des Landesförderprogramms. Auch sie können sich die Freiburger Mieten immer weniger leisten. Für diese große Gruppe lediglich 50% freifinanzierten Wohnraum sicherzustellen, der über Querfinanzierung womöglich noch deutlich teurer wird, kann nicht das Ziel sein.

Deshalb sind hier Flächen vorzusehen, auf denen alle am Wohnungsmarkt Handelnden, insbesondere Baugenossenschaften und Baugruppen, preiswerten Wohnraum erstellen.