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PM: Nein zum Dreisamboulevard

Die Stadträtinnen und Stadträte der CDU-Fraktion gingen offen in die Beratungen zum „Dreisamboulevard“, lehnen den Vorschlag der Architektenkammer letztlich aber ab.

Carolin Jenkner (Vorsitzende): „Es ist niemanden zu vermitteln, dass ein Sechstel des begrenzten Gesamtbudgets für das Stadtjubiläum allein in ein einzelnes Projekt fließen soll.“

Die CDU-Fraktion setzt auf Ideen, die langfristig die Stadt bereichern und nutzbar sind, und auch den Blick weit über das Jubiläumsjahr hinaus wagen.

„Die große visionäre Idee des Dreisamboulevards ist aber im Rahmen des Stadtjubiläums leider nicht realisierbar“, bedauert die Vorsitzende und kulturpolitische Sprecherin. Das Visionäre der Idee könnte aufgrund der nur noch kurzen Dauer kaum eine nachhaltige Wirkung entfalten.

Im Gegenteil: „Wir wären verantwortlich für ein massives Verkehrsaufkommen in den Ausweichstraßen innerhalb der Stadt, aber auch in den Umlandgemeinden“, erklärt Martin Kotterer, der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion.

Die CDU hatte die Entscheidung eines kleineren Gesamtbudgets für die gesamten 900-Jahr-Feierlichkeiten  in Höhe von 3 Millionen Euro mitgetragen. In der Abwägung mit der Ankündigung von Hunderten eingereichten Vorschlägen war vorab eine Entscheidung zu treffen, ob ein Großprojekt wie der Dreisamboulevard aufgenommen werden soll. Jenkner: „Es steht uns nicht zu, ein Sechstel dieses Budgets einem einzelnen Projekt zukommen zu lassen. Das wäre gegenüber den vielen Engagierten, deren Ideen dann nicht realisiert werden können, nicht fair.“ Die CDU-Fraktion hofft jedoch, dass die Idee nicht einfach in der Schublade verschwindet, sondern zum richtigen Zeitpunkt wieder auf den Tisch kommt.

Die Architektenkammer hatte bereits frühzeitig eine eigene Idee in die Debatte um die Gestaltung des Jubiläumsjahrs eingebracht. Inspiriert vom Architekten und Stadtplaner Jan Gehl und mit Blick auf die Veränderungen, die der Stadttunnel mit sich bringen wird, wollen sie möglich machen, was heute unmöglich scheint: Der Verkehr soll für einen längeren Zeitraum auf rund 700 Metern der innerstädtischen B31 zum Erliegen zu gebracht, dieser Raum den Menschen „zurückgegeben“ und für die 900-Jahr-Feier genutzt werden.

Das Regierungspräsidium hält jedoch lediglich ein verlängertes Wochenende für rechtlich vertretbar.