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PM: Zu früh für Quoten

Die CDU-Fraktion hält es weiterhin für einen Fehler, bereits heute starre Quoten für die Wohnbebauung im Dietenbach festzulegen. Zu viele Fragen bleiben ungeklärt.

Carolin Jenkner (Vorsitzende): „Wir müssen alles daran setzen, dass der neue Stadtteil auf den Weg gebracht wird, und dafür unsere Kräfte bündeln, nicht teilen.“

Die CDU-Fraktion wird das Projekt Dietenbach nicht wegen überzogener Anforderungen riskieren.

Stattdessen ist ein realistischer Blick geboten. Und dieser zeigt einerseits, dass sich die überwiegende Mehrheit des Gemeinderats mit Blick auf die große Linie einig ist. „Unsere gemeinsame Überschrift für Dietenbach lautet, dass wir für alle Bevölkerungsgruppen bezahlbaren Wohnraum durch verschiedene Modelle schaffen wollen“, betont Wendelin Graf von Kageneck, der baupolitische Sprecher der Fraktion. Andererseits sind die realen Probleme und Bedürfnisse komplexer, als es einfache Botschaften vermitteln können. „Wir haben am Ende ein Gesamtprojekt zu bewerten, das nicht aus 50, sondern aus 100% Wohnbebauung besteht“, so die Vorsitzende Jenkner.

Offen bleibt bei der Quotendebatte auch die Frage der Finanzierbarkeit. So gilt es zunächst abzuwarten, ob und in welchem Umfang Bund und Land bereit sind, die Bedingungen für den geförderten Wohnungsbau so zu verbessern, so dass keine Defizite wie derzeit entstehen. „Beim geförderten Mietwohnungsbau müssen wir nicht nur fragen, wieviel und für wen wir bauen, sondern immer auch, wer ihn baut“, erklärt der baupolitische Sprecher.

Auch die Kräfte, die nötig sein werden, um ein Areal wie Dietenbach insgesamt zu bebauen, werden nicht allein mit Kleinstprojekten und Genossenschaften zu erzeugen sein. „Wir werden zur Realisierung alle Akteure der Wohnungswirtschaft brauchen“, so von Kageneck. Diese gilt es einzubinden, nicht abzuwimmeln.

Am Ende hat es einen Kompromiss zu geben, der die Bedürfnisse der Freiburgerinnen und Freiburger abdeckt. „Sicherlich werden auch diejenigen, die heute vehement eine starre Quote vertreten, mehr Flexibilität beweisen müssen, wenn es darum geht, viele bezahlbare Wohnungen zu schaffen, oder eben keine einzige“, so Jenkner.